26-9-2012

Betreff: AW: MEMO - Spanien: Staats-oder Bankenkrise...

 
Hallo Thomas,
 
der bayrische Finanzminister äußert sich zu Griechenland. Von Uwe Benneter stammt: "Keiner ist blöder als der Söder". Da hat er Frau Hardertauer und Herrn Dobrindt noch nicht gekannt. Das sind die Leute, die die deutsche Diskussion bestimmen. Kommen noch Augenarzt Rösler und die Fraktionsvorsitzenden Brüderle und Kauder (In Europa wird jetzt Deutsch gesprochen). Einer ist immer in der "Heute-Show" mit Untertiteln und der Andere "spricht alles außer Hochdeutsch". Wenn ich diese Idiotentruppe sehe, die Deutschland, inkl. Bayern regieren, bleibt nur das Fazit: Deutschland geht es gut, trotz seinen hochbesch.... Regierungen. Zum Glück kommt im Ausland wenig davon an, außer der Nazi-Domina Merkel in Griechenland.
 
In der EZB laufen die Abstimmungen angeblich 16 zu 1. Herr Weidmann gegen den Rest der Eurozone. Auch wenn er ein Stimmgewicht von 27%, entsprechend dem deutschen Anteil hätte, wäre er trotzdem überstimmt. Dabei ist die Diskussion alt. Es galt der Spruch: "Nicht alle Deutschen glauben an Gott, aber alle an die Bundesbank". Die EZB sollte die europäische Bundesbank werden. Aber nur aus deutscher Sicht. Die Franzosen u.a. waren immer anderer Meinung. Und dass die Bundesbank so erfolgreich gegen die Inflation war, ist ein Märchen. In den 80ern habe ich Pachtverträge mit 5% jährlicher Steigerung, u.a. wegen der Inflation, durchsetzen können. Richtig ist, dass sich niemand für die Inflation interessiert hat, solange es ein paar Zinsen bei der Bank gab und die Lebensversicherung 7% Rendite versprochen und ausgezahlt hat. Der Euro ist weit weg von solchen Inflationsraten. Was ist den so falsch, wenn die FED in den USA verspricht die Märkte mit Dollars zu fluten. Dem Dollar geht es gut dabei. Die erneute Diskussion um die Banklizenz für de ESM muss geführt werden. Die EZB soll keine Staaten finanzieren. Der ESM könnte es. Es ist doch krank, wenn die EZB 100 Milliarden zu 1% in die Banken pumpt, die das als Kredite zu 7% an Spanien etc. weitergeben und wenn es schief geht, gerettet werden müssen. Der ESM könnte, wenn es sein muss, die Ratings zugrunde legen. Es muss doch keinen europäischen Einheitszins geben. Und bevor die EZB anfängt Geld zu drucken, müssten die Anleger, die zu Negativzinsen Kohle in die EZB zu pumpen, erst mal andere Anlagen finden.
 
Die spanische Sicht und Entwicklung kann ich nicht wirklich beurteilen. Meine Sicht ist eher deutsch-kanarisch.
Die jetzige Regierung der Partido Popular hat siebeneinhalb Jahre alles verhindert, was sie jetzt durchsetzen muss. Aber sie haben jetzt die absolute Mehrheit. Sie sind nicht wie Zapatero auf die kleinen nationalen Parteien angewiesen.
Hoffnung macht mir die spanische Zentralbank ein bisschen. Die haben damals US-Schmutzpapiere nicht zugelassen. Die Immobilienblase ist rein spanisch. Die BANKIA haben sie während des Wahlkampfes nicht verhindert, jetzt aber die Kontrolle übernommen. Der Witz in Médano ist der Zusammenschluss der CajaCanarias mit der Caixa. Die sind beide hier vertreten. Und die beschäftigen sich mit der Frage, welches Logo erhalten bleibt. Kennt man aus Alemania, Dresdner-und Commerzbank. Das grüne Band der Sympathie ist jetzt Commerzbank-Quietschgelb. Idiotischer geht es nicht.
 
Dein Fazit ist richtig. Wir werden von Banken regiert. Die Regierungen kriegen sie nicht unter Kontrolle. Regiert werden von der EZB. gegen die Stimme von Herrn Weidmann, wäre eine Lösung, ist aber nicht demokratisch.

Ich habe keine Ahnung wie das weiter geht. Aber Europa geht immer weiter, immer genau so chaotisch, wie immer. Die europäische Verfassung war nicht durchsetzbar, aber 90% davon sind der Lissabon-Vertrag. Europa ist nicht zerbrochen, weil Franzosen, Holländer und Iren, ihren Regierungen eine verpassen wollten.

Hier in Spanien gibt es vielleicht Leute die Franco nachtrauern und den König für einen Verräter halten, aber die Pesete will keiner wirklich. Das ist der Unterschied zu Deutschland mit dem Traum von der D-Mark, dass sich für jede noch so blöde These ein Professor in den Talkshows findet und Journalisten die das nachquatschen.
           
Mir könnte es egal sein, wenn sie wieder die DM einführen. Meine Rente steigt mit einem Schlag um mindestens 40% zur Pesete. Wer aber noch deutsche Produkte kaufen kann, ist die andere Frage.
Wir sind aber einer Meinung. Mit deutschen Erkenntnissen die weiterführen, ist bis zur nächsten Bundesregierung nicht zu rechnen. Hoffe die EZB bleibt so unabhängig, dass sie Herrn Weidmann überstimmen kann.
 
Genug für heute, Saludos,
 
Rainer!