El Médano – Granadilla de Abona 

 

Zunächst müssten Sie sich mit El Médano befassen, ob das für Sie in Frage kommt. Das ist der erste Ort am Süd-Flughafen. Nach St. Cruz 65 km, zur Costa Adeje 25 km. Von unserer Kreisstadt Granadilla de Abona nach La Orotava - oberhalb von Puerto de la Cruz - sind es 80 km über die Berge, durch die Cañadas.

 

Es gibt vier Hotels, drei direkt am Strand & 2 Hostals für Surfer. Hier haben wir mit Tourismus nicht viel zu tun. Eigentümer sind hier hauptsächlich Canarios. Oder, jede Familie in Granadilla & St. Cruz, die was auf sich hält & sich das leisten kann, hat die Zweitwohnung in Médano. Die Wohnungen werden meistens in der Semana Santa & in de Ferien genutzt. Das prägt auch die Gastronomie - ganz gute Mischung - ohne Touristenabzocke. Auf den Plazas kann man das ganze Jahr draußen sitzen. Sonst gibt es Surfer, Individualtouristen & Rentner im Winter. Neben dem einzigen längeren Naturstrand Teneriffas, auch der einzige Ort mit doppelter Saison. Bus, 4 Supermärkte, viele kleine Geschäfte, Bürgerbüro, Tierarzt, Altenzentrum & Ärztezentrum privat und Sozialversicherung, alles zu Fuß erreichbar.

 




Geschichte - Plaza El Médano (August 2015)

 

Die  Geschichte wird auch von Orten vermittelt, wo sie stattfindet, in diesem Fall der Plaza von El Médano in der Gemeinde Granadilla, heute der Ort mit der vermutlich größten Nutzung auf ganz Teneriffa, über das ganze Jahr gerechnet.


El Médano als Dorf wurde 1899 zum ersten Mal erwähnt, als die Ermita entstand, es gab einige Häuser, hauptsächlich der Fischer.

 

Die Straße nach Granadilla wurde 1907 eröffnet, womit auch Agrarprodukte von El Médano aus verschifft wurden, was 1929 noch zunahm, als unter der Diktatur von Primo de Rivera die Mole gebaut wurde.

 

1933 erreichte die Landstraße von Santa Cruz Granadilla. 

In dieser Zeit hatte El Médano 150 Einwohner. 


Nach dem Krieg in den Vierzigern wurde der Canal del Sur errichtet, womit die Tomatenzucht einen riesigen Auftrieb erreichte.


Zu der Zeit wurde eine Verpackungsstation der Firma Fyffes, später Don Frasco errichtet, dort wo dann in den Sechzigern das Hotel Médano entstand.


Das Hotel war das erste seiner Art im Süden von  Teneriffa, später folgten Hotels in  Los Cristianos und TenBel, noch bevor die Südautobahn fertig wurde.

 

El Médano war schon das Sommerziel der Bewohner von Santa Cruz,  La Laguna und  La Orotava. Es gab gut 1000 Bewohner in den Sommermonaten.


Die Straßen noch unbefestigt aus Sand, Wasser kam nur mit Unterbrechungen in die Häuser und Strom zu festgelegten Zeiten mit Generatoren.

 

Die unbefestigte Plaza wurde noch regelmäßig vom Hochwasser überflutet, trotzdem war sie das Zentrum des Dorfes.

 

In den Siebzigern begann dann der Umbruch mit der Eröffnung der Autobahn im Jahr 1971 und des Flughafens 1978.

 

José Miguel Galván, aus El Médano stammend, tat viel für sein Heimatdorf, der  Tourismus hielt Einzug.


Ende der Sechziger wurde die Plaza befestigt, um sie herum entstanden Urlaubszonen und normale Wohnhäuser.


Granadilla hatte damals gut 10000 Einwohner, 1000 davon in El Medano, die Mehrheit davon Canarios.

 

Heute leben in El Médano gut 8000 Personen, 45000 in der gesamten Gemeinde Grandadilla, nur noch die Hälfte davon Canarios, der Rest eine Mischung aus 100 Nationen, die meisten davon aus Südamerika und Europa.


Im Sommer verdreifacht sich die Zahl der Bewohner von El Medano.

Und alles trifft sich auf der Plaza.

 

Die Gemeinde hält gut 300 Veranstaltungen im Jahr auf der Plaza ab, 5 Stadträte planen die Veranstaltungen, Hoy Acción Social y Tercera Edad, Turismo y Desarrollo Local, Cultura y Fiestas, Deportes und Juventud.


Sie alle veranstalten Feiern und  Shows zusammen oder separat, die Plaza als Ort der Geselligkeit der heterogenen Gesellschaft aller Bewohner und Gäste.

 

Dann noch die Kulturellen Veranstaltungen wie die Ruta de Hermano Pedro am 1. September jeden Jahres, die Romeria Barquera zeitgleich mit der Fiesta von El Medano am 3. Sonntag im September.

Und nicht zu vergessen, der Bauern-Markt am Mittwoch, der Flohmarkt am Samstag.

 

Man sieht sich auf der Plaza...

 

http://www.diariodeavisos.com/2015/08/plaza-medano/


Romeria Barquera 20. Sept. 2018


El Médano rühmt sich erneut seiner bevölkerungsreichen Bootsprozession.

Viele Menschen, die sogar von anderen Inseln kamen, nahmen an der dreizehnten Ausgabe einer so einzigartigen Party teil. Tausende von Menschen nehmen an der Verschiffung der Küsten-Madonna in El Médano teil.

 

Letztes Jahr fand es am großen Strand statt, weil Playa Chica zu klein war. Heute wurde wieder einmal bewiesen, dass es ein Erfolg war, den Ort zu verlegen, wenn möglich, mit gutem Grund, denn unter Ausnutzung der Meeresbonanza und des hervorragenden Sonnentages nahmen Tausende von Menschen an der dreizehnten Ausgabe der einzigartigen Lieferung der Jungfrau von Mercedes de Rojas teil, mit einer Rekordbeteiligung von Nachbarn, Bewohnern und Besuchern der Küstenstadt par excellence von Granadilla de Abona.


Seit Mittag, als die Messe begann, war der Strand bereits voll von Menschen, die auf das weiße Bild des Schutzpatrons der Stadt warteten, mit der Musikkapelle Agaete als Hauptfördergruppe von Hunderten von weiß gekleideten Menschen, wie den Tänzern, Pfeifen und Trommeln von El Hierro, die in diesem Jahr auch eine Party ergänzen wollten, die El Médano voraussetzt und seit dreizehn Jahren von einer Bruderschaft und nicht wie sonstwo vom Stadtrat organisiert wird. Die Bootswallfahrt von El Médano ist für sich genommen zu einer der meistbesuchten Veranstaltungen im Süden im Sommer geworden, in einer Stadt, in der es im Sommer selten ein Wochenende ohne Fiesta gibt.  

 

https://diariodeavisos.elespanol.com/2018/09/el-medano-vuelve-a-presumir-de-su-populosa-romeria-barquera/

 

WIND....

 

Eigentlich finde ich es komisch, auf einer Atlantikinsel über den Wind zu reden. Macht auf Sylt auch keiner. Das mit dem besonderen Wind haben Leute erfunden, die sich kommerziell mit Surfen beschäftigen. "Starkwind-Surfen" ist ein Witz aus den Surf-Zeitschriften, seit Mitte der 80er. Gesurft wird hier nicht, weil der Wind hier so besonders ist, sondern weil sich Anfänger an einem Sandstrand weniger häufig den Hals brechen und der Wind den gestürzten Surfer in die Bucht drückt. Schauen sie sich das auf der Karte an. Wir reden vom Nordost-Passat. Der ist in Güímar, Candelaria und Poris de Abona viel stärker, weil die Bucht von Médano nach Süden geht, durch die Steilküste und der zentrale Bereich durch die Bebauung abgeschirmt ist. Das Wind-Surfen findet am Hotel Playa Sur, das Kite-Surfen hinter dem Hotel, am westlichen Teil der Bucht statt. Die Weltmeisterschaften allerdings vor der Mole am Cabezo-Strand, weil es dabei auch um die Wellen geht..

Aber richtig ist, dass ich frische Luft mag. Außerdem werde ich trübsinnig, wenn wie in Puerto, zwei Wochen lang die Sonne nicht zu sehen ist. 


 
Nord-Süd Debatte, spannend aber sinnlos.....


Der Norden ist grün weil es da mehr regnet. Die Wetterscheide ist eine Linie von Los Gigantes im Westen und dem Tunnel von Güímar im Osten. Es gab mal eine witzige Webcam mit dem Teide von Puerto aus. Also, ich habe den Teide mit dieser Kamera nie gesehen. Der absolute Knaller ist, wenn man von St. Cruz kommend, ungefähr Höhe Tacoronte, im Winter den schneebedeckten Teide vor sich hat. Das sind dann die Werbefotos für Puerto de la Cruz. Es gibt eine Parallele, wenn man aus dem Tunnel von Güímar kommend, das ganze Tal vor sich hat, mit einem doppelten Regenbogen. Und natürlich keine Kamera hat, weil man am Steuer sitzt. Funktioniert nur Nachmittags, wenn man den sonnigen Süden im Rücken hat und es im Norden regnet. Lange Rede, kurzer Sinn, mir ist der Winter im Puerto de la Cruz zu nass und zu kalt und der Südwesten im Sommer zu heiß.




Die Welt im Kleinformat

 

Teneriffa nennt man Kontinent im Kleinformat, wegen der vielen Landschaften & Klimazonen. Übrigens auch  Gran Canaria & Madeira. Aber es ist eigentlich die Welt.


Mein Lieblingsverschwörungstheoretiker hat hier im Forum geschrieben, dass man vom  Teide 12.000 km weit sehen kann. Völlig logisch, wenn die Erde eine Scheibe ist, wie eine Schallplatte & das Loch in der Mitte ist der Krater.


Der A... dieser Welt ist natürlich  El Médano, da wohne ich.


Jede Welt hat natürlich einen Nordpol. Das ist der Punkt, wo rings rum alles Süden ist. Gibt es auch auf  Teneriffa, weil alle behaupten sie wohnen im Süden. Muss aber geomagnetisch sein, weil keiner genau weiß, wo das ist.


Santa Cruz ist der Nordosten vom Süden, konnte man hier lesen.


BOREAL ist die arktische Zone mit Permafrost, zwischen dem 30. & 70. Breitengrad. Es gibt eine Fiesta BOREAL im Nordwesten vom Süden. Hat das was mit dem Wetter zu tun?


https://www.forumteneriffa.de/forum/auf-teneriffa/leben-auf-teneriffa/33449-die-welt-im-kleinformat  


Hafen Granadilla


https://www.forumteneriffa.de/news/teneriffa/30818-hafen-von-granadilla-soll-ab-juni-in-betrieb-gehen



Bohrinsel angekommen...


Heute ist die erste Bohrinsel im Hafen von Granadilla angekommen. Wusste nicht, dass ich die von Médano aus sehen kann.



Gutachten sind immer gut. Den Sandverlust gibt es aber seit Mitte der Achtziger, verursacht durch die Bebauung der Mole. Hier die Fotos von vor 1989 & 2004 da fehlt schon 1 Meter. Jetzt sind es mehr als 2 Meter. Die Surfer behaupten, dass sich die Windverhältnisse seitdem geändert haben. Der Hafen Bau begann 2010-11.


Wer Sorgen wegen Wind & Container hat, sollte mal nach Cuxhaven oder zum Jade-Weserport fahren. Habe mir den Artikel von Achined nochmal vorgenommen. Es geht um vielmehr. Bei allen Bedenken wegen der Umwelt, kann ich verstehen, wie der oder die Bürgermeister hier in Granadilla ticken. Es geht um Gewerbesteuer & um Arbeitsplätze, in einer Gegend, die nicht vom Tourismus verwöhnt wird. Die damaligen Bedenken in der Gemeinde waren vorbei, als Mercadona in der Zeitung 200 Arbeitsplätze für das Zentrallager angeboten hat. Das Lager ist gebaut worden & man muss es den Bossen von Mercadona hoch anrechnen, dass sie die Geduld hatten, trotz inzwischen 12jähriger Verzögerung.

Das Interesse an Firmenansiedlungen liegt überall weltweit bei der Gemeinde, wegen der Gewerbesteuer & der Arbeitsplätze. Für Mercadona ist es wichtig ihre Container direkt vom Schiff ins Auslieferungslager zu bekommen, ohne lange Wege.


In der letzten Woche sind drei Bohrinseln angekommen. Kräne für Container gibt es noch nicht.

Ich kenne das Poligono Güimar seit 1993. Dort habe ich damals beim ITV ein Wohnmobil zugelassen. Es war schon voll entwickelt. Am jetzigen Hafen von Granadilla gab es das Kraftwerk, die Firma ITER mit zwei Probe-Windmühlen & die neue Gasabfüllung. Außerdem, auf dem Gelände des heutigen Autohofes eine riesige Rattenverseuchte wilde Müllkippe. Damals war ein Hafen für Alcala etc. im Gespräch, was dort mit Empörung zurückgewiesen wurde. Granadilla hat dann zugegriffen & das Projekt bekommen, das die anderen nicht wollten.


Damals wurde ich auch Resident & habe bei den Kommunalwahlen für die Grünen gestimmt, die gegen den Hafen waren.


2006 gab es nochmal eine Demo gegen den Hafen. In der ersten Reihen standen ein paar Surf-Touristen, denen sie erzählt hatten, dass die Schiffe direkt am Strand von El Médano anlegen. Außerdem die Immobilen-Eigentümer, die um den Wert ihrer Immobilien besorgt waren. Dazu Leute aus St. Cruz, wegen der 3.000 Arbeitsplätze am Hafen. 1994-97 habe ich hier Immobilien gekauft, deren Wert hat sich bis heute verfünffacht.


Etliche Prozesse der Umweltschützer & die Krise 2007 haben das Projekt dann verzögert. Aber das kennt man ja auch aus D.


Nein, Bugsi meint natürlich die hervorragenden deutschen Bauprojekte: Elbphilharmonie, BER & Stuttgart 21, wo es natürlich keine Korruption & Verzögerungen gibt. Wen stört es, wenn am Jade-Weser Port zwar Kräne stehen aber (lt. GERRIT) Infrastruktur wie Auto- & Eisenbahn-Anschluss fehlen & es bereitet mir schlaflose Nächte, wenn ich an das Schicksal des Schierling-Wasserfenchel nach der Elbvertiefung, für den Hamburger Hafen denke.


Schwimmdock.....


Was ist eigentlich aus dem Schwimmdock für Teneriffa geworden? Habe hier in den Foren gelesen, dass es bei der Überführung von New Orleans nach Teneriffa Probleme gab, finde aber Achineds Beitrag nicht mehr. 


Seit 1992 wohne ich in El Médano & kann von meinem Balkon die Bohrinseln sehen. Die letzte Demo gegen den Hafen gab es 2006. Da war ich dabei. Als Ausgleich für die Umweltprobleme wurde damals das Gebiet am Montaña Roja als Landschaftsschutz-Gebiet ausgewiesen. Das ganze Gebiet sollte mal bebaut werden.


Der Hafen wird vom spanischen Staat gebaut & finanziert. Als der Hafen geplant wurde war klar, dass man St. Cruz aus geologischen Gründen nicht vergrößern kann. Wegen der vielen Container lässt er sich auch nicht weiter entwickeln, obwohl es dazu viele Projekte gibt.


Wenn sich deutsche Touristen überheblich & rechthaberisch wie immer, ohne Fakten zu kennen, zu hiesigen Projekten äußern, wird das immer zur Lachnummer, wenn man das mit D. vergleicht.

 

Flüchtlinge


Das Thema hatte wir schon mal vor Corona. Ich habe auch schon darauf hingewiesen, dass lt. Außenminister die Kanaren bei dem Thema eine Nebenrolle spielen. 2006 wurden die Flüchtlinge in Hoja Fria durchgeschleust. Das war eine Kaserne, aber die Wehrpflicht wurde um 2000 auch in Spanien abgeschafft. Was da heute ist, keine Ahnung. Die Kanaren haben tausende leerstehende Gästebetten. Die Rassisten regen sich über 100 Afrikaner in Puerto & GC in Hotels auf - z.Zt. ist das Problem Corona, dass viele erst mal hier stecken geblieben sind. Sonst wurde hier nur registriert & es ging weiter aufs Festland.


Mit den Hotels waren die Alemanes sogar besser. Im "Ambassador" Citylage & 4 Sterne in Berlin wurden 2015 Familien untergebracht.


Glaube von den ZDF-Typen 2006 in St. Cruz habe ich auch schon mal geschrieben. Die wollten von den Leuten dort hören, wie furchtbar alles ist. Der Tagesschau-Bericht ist aber korrekt & eignet sich nicht für Nazi-Propaganda.


Das Flüchtlingsthema ist eine deutsche Krankheit & interessiert die Canarios nicht besonders, weil es in den Familien viel Erfahrungen mit Flucht-& Auswanderung aus der Franco-Zeit gibt & die Abläufe geregelt sind. Die meisten "per Boot" kommen in Andalusien etc. an. Die größere Zahl aber in "Bajaras" dem Flughafen Madrid mit Touristenvisum aus Südamerika. 


Nur noch ein Hinweis: Die Leute aus der Westsahara, vor 1976 geboren, haben spanische Geburtsurkunden (Familienbücher). In der Verfassung vom 6.12.1978 steht der Satz: "Wer als Spanier geboren wurde, ist Spanier".



Ich war gestern Abend nicht auf der Plaza, weil ich die taiwanesischen und mexikanischen Staatsensembles bereits am Freitag im Wesentlichen gesehen hatte. Mexiko war interessant, weil es nicht die typische Mariachi-Musik war, die alle Canarios mitsingen können. Ich frage mich allerdings immer, was Folklore eigentlich ist. In Spanien funktioniert das gut, weil es überall Vereine gibt, die sich um die Pflege der Traditionen kümmern. Die staatlichen Ensembles im Ostblock und in Südamerika sind professionelle Sänger und Tänzer, die das aufführen, was ihr Staat als Folklore betrachtet. Die privaten Gruppen aus Spanien wirken immer ein bisschen weniger professionell. Die große Ausnahme sind heute Abend Los Sabandeños als Abschluss. 😎


https://meinteneriffa.com/2026/01/18/gestrandet-und-gerettet/